Jeden Tag ein Ei
Das Elztalmuseum besitzt eine große Sammlung der Archäologin und Museumsdirektorin Helene Blum-Spicker aus Zons. Sie sammelte über 1.000 künstlerisch gestalteten Eiern aus aller Welt. Jedes einzelne Ei ist ein außergewöhnliches kleines Kunstwerk. In der Sonderausstellung werden nicht weniger als 750 Eier aus der Sammlung zu sehen sein. Zudem beleuchtet die Schau, welche ausgefeilten Techniken Künstlerinnen und Künstler zur Gestaltung von Eiern verwendeten und lädt die Besucherinnen und Besucher an verschiedenen Stationen zum Mitmachen ein. Die Ausstellung wird zeigen, dass Masse und Klasse sich nicht ausschließen müssen. Angeschlossen an die Ausstellung ist die „Open Ei“. Hierbei werden Eier in der Stadt verteilt gezeigt.
Eier-Rätsel - Welches Tier hat dieses Ei gelegt?
Vogelstrauß, Nandu oder Schwan?!
Ob bunt bemalt, gefärbt oder gemustert - das verzierte Hühnerei ist ein echter Klassiker unter den Osterbräuchen. An verschiedenen Eierarten treibt die ungarische Künstlerin Csuhaj Tünde diese Tradition noch einen Schritt weiter. Das Ergebnis ihrer filigranen Bohr-, Fräs- und Ätztechnik ist auf dem 2005 entstandenen ???-Ei zu bewundern.
Das Ergebnis: Ein kunstvoll gestaltetes ???-Ei mit Tier- und Menschenfiguren. Es weist feine, in Mustern angeordnete Löcher und Ornamente auf. Die Farbpalette umfasst Blau, Weiß und Gelb.
Batikmuster
Auch dieses farbenfrohe Ei hat sich für die Osterzeit in Schale geworfen. Seine Künstlerin Lucia Condrea aus Moldovița in Rumänien schuf das batikverzierte Hühnerei um das Jahr 2000. Beim Batikverfahren wird das Ei mehrfach mit Wachsmustern betupft und anschließend jeweils in Farbbädern eingefärbt. Die Muster haben symbolische Bedeutung: So stehen drei mit einer Stecknadel in ein Dreieck getupfte Punkte für die Dreifaltigkeit, während mit einer Feder gezogene Wolfszähne den Schutz vor dem Bösen symbolisieren.
Das Ergebnis: Ein kunstvoll gestaltetes Hühnerei mit typischen Batikmustern: Dreiecke, Kreise, Zweige und ein Blumenmotiv. Die Farben sind Dunkelgrün, Weiß, Blau, Lila und Gelb.
Färben und kratzen
Einmal verrutscht und nicht mehr zu retten - diese Osterei-Technik verzeiht keine Fehler! Künstlerin Edeltraud Wilczek aus Geldern verziert Ostereier mit der Kratztechnik.
Blumen und andere Motive, wie hier zu bewundern, werden sehr detailliert in die bereits dunkel eingefärbte Kalkschale gekratzt. Dadurch erscheinen die Muster weiß.
An diesem Osterei hat sie in den Jahren 1989 bis 1996 gearbeitet.
Das Ergebnis: Ein kunstvoll gestaltetes Hühnerei mit dunkelblauer Färbung und Kratztechnik: Weiße Blätter, Ornamente und Blumenmotive ranken sich filigran um das dunkle Ei.
Scherenschnitt auf Gänseei
Ein Stück Papier, eine kleine Schere, millimetergenaues Kleben - ahnen Sie es?
Die Künstlerin Colette Driessens verwandelte das weiße Gänseei 1999 mit Scherenschnitt und Aquarell in ein filigranes Kunstwerk. Ihre Silhouetten von Märchen- oder Lebensbaummotiven machen der Schneidekunst alle Ehre.
Das Ergebnis: Ein kunstvoll gestaltetes Gänseei mit grünem Scherenschnitt: An die eine Eierhälfte schmiegt sich ein Baum, an dem links und rechts ein Liebespaar steht. Die andere Hälfte des weißen Eis ziert ein florales Muster mit Vögeln.